Satzung der Warkgrupp Oostfreesland e.V.

  - Verein für ostfriesische Zeit- und Kulturgeschichte -

 

  • 1 Name und Sitz

Der Name des Vereins lautet „Warkgrupp Oostfreesland e.V.“ – Verein für ostfriesische Zeit- und Kulturgeschichte „

 

Er hat seinen Sitz in Leer (Ostfriesland) und ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Aurich unter VR 200823 eingetragen.

 

  • 2 Vereinszweck

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

 

Zweck des Vereins ist:

  • die Förderung von Gäste-, Stadt-, Themen-, Museums-, Natur- und Kulturführungen in den ostfriesischen Kreisen Leer, Aurich und Wittmund sowie der Stadt Emden und in den saterfriesischen Gemeinden des Kreises Cloppenburg.
  • die Förderung zur Erhaltung alter Berufs- und Handwerkstraditionen
  • die Förderung zum Erhalt und zum Betrieb historischer Binnen- und Seefahrzeuge
  • die Förderung zeit- und kulturgeschichtlicher Vorhaben
  • die Förderung der ostfriesischen Sprache und Dialekte
  • die Förderung museums- und archivarpädagogischer Projekte
  • die Förderung von Geschichtswerkstätten, Ortschronistenprojekten sowie der Denkmal- und Mahnmalpflege
  • die Förderung von spartenübergreifenden und hybriden Projekten, Vorhaben und Maßnahmen der Zwecke (1) bis (7). Der Verein wird zu allen Zwecken ein eigenes zertifiziertes System von Teilnahmebescheinigungen, Zertifikaten und Befähigungsnachweisen erarbeiten, oder mit anderen externen Kooperationspartnern entsprechend zusammenarbeiten.

 

Die Satzungszwecke werden insbesondere verwirklichlicht durch

 

zu (1) den Beitritt zum BVGD (Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e.V) und der Umsetzung der Richtlinien und Schulungen nach dem Ausbildungssystem für Gäste/-Fremdenführer nach DIN EN 15565

 

zu (2) durch Vorträge, Exkursionen, Übungen und sonstigen geeigneten Schulungen und Veranstaltungen zur Dokumentation und Weitergabe alter Berufs- und Handwerkerkenntnisse

 

zu (3) durch die Präsentation historischer Wasserfahrzeuge als Anschauungsobjekte für die Öffentlichkeit, durch die  Ausbildung und die Mitarbeit von Jugendlichen und Erwachsenen an der Erhaltung und dem Betrieb traditioneller Segelschiffe, durch die Vermittlung traditioneller Seemannschaft auf historischen Schiffen, durch die Pflege und Förderung der ostfriesischen schifffahrtsgeschichtlichen Überlieferungen und durch den Erwerb, die Restaurierung und Erhaltung alter Berufs- und Arbeitsschiffe speziell aus dem friesischen Kulturraum

 

zu (4) durch Vorträge, Exkursionen und sonstigen geeigneten Veranstaltungen zur Projektierung und Dokumentation zeit- und kulturgeschichtlicher Vorhaben.

 

zu (5) durch Vorträge, Exkursionen und sonstigen geeigneten Schulungen und Veranstaltungen zur Dokumentation und Weitergabe der niederdeutschen ostfriesischen Sprache und deren Dialekte

 

zu (6) durch die Kooperation mit anderen Einrichtungen in Ostfriesland, die sich mit museums- und archivarpädagogischen Projekten und innovativen Ansätzen beschäftigen

 

zu (7) durch geeignete Maßnahmen, Schulungen und Veranstaltungen, die der Einrichtung und dem Erhalt von Geschichtswerkstätten, Ortschronistenprojekten sowie der Denkmal- und Mahnmalpflege dienlich sind.

 

zu (8) durch gezieltes Engagement in hybriden, interdisziplinären und innovativen Projekten, die eine nachhaltige Verbesserung der kulturellen Infrastruktur in Ostfriesland erwarten lassen. Eine Orientierung auf Eignung solcher Projekte erfolgt in Hinsicht auf:

  • die inhaltliche Qualität
  • die Nachhaltigkeit
  • die Wirtschaftlichkeit
  • die regionale Bedeutung
  • die regionale Neuartigkeit
  • die regionale Ausstrahlung
  • die öffentliche Wirkung
  • die Ermutigung gerade junger Menschen zu kulturellem Engagement
  • die regionale Vernetzung

 

  • 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

  • 4 Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

  • 5 Mitgliedschaft

Mitglied kann jede Person werden, die bereit ist, die Ziele des Vereins zu fördern und zu unterstützen.

Die Mitglieder zahlen Beiträge.

Die Aufnahme als Mitglied erfolgt auf schriftlichen Antrag, bei Minderjährigen ist der Antrag durch die gesetzlichen Vertreter zu stellen. Über den Antrag entscheidet der Vorstand. Eine Ablehnung bedarf keiner Begründung.

Mitglied des Vereins können auch Körperschaften, Anstalten, Vereine und Verbände werden.

 

  • 6 Ehrenmitglieder und Ehrenvorsitzende

Personen, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben, können zu Ehrenmitgliedern,frühere Vereinsvorsitzende zu Ehrenvorsitzenden ernannt werden. Die Ernennung erfolgt durch die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstands. Ehrenmitglieder und Ehrenvorsitzende sind von der Beitragspflicht befreit

 

  • 7 Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Tod oder Ausschluß.

Der Austritt kann nur durch schriftliche Erklärung an den Vorstand unter Einhaltung einer vierwöchigen Kündigungsfrist zum Ende eines Geschäftsjahres erfolgen. Bis dahin bleibt das austretende Mitglied verpflichtet, den Beitrag zu bezahlen.

 

Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereinsinteressen verstoßen hat, durch den Vorstand mit einer 2/3-Mehrheit ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer dreiwöchigen Frist Gelegenheit zu geben, sich zu rechtfertigen. Der Beschluss über den Ausschluss ist zu begründen und dem Mitglied unverzüglich bekanntzumachen.

 

Gegen den Beschluss steht dem Mitglied binnen 14 Tagen nach der Bekanntgabe das Recht der Berufung an die Mitgliederversammlung zu. Über die Berufung entscheidet die Mitgliederversammlung innerhalb eines Monats nach Eingang der Berufungsschrift.

 

Einen Ausschliessungsbeschluss kann der Betroffene gerichtlich nur anfechten, wenn er den in dieser  Satzung vorgesehenen Instanzenweg ausgeschöpft hat.

 

  • 8 Mitgliederversammlung

Eine Mitgliederversammlung ist mindestens einmal jährlich vom Vorstand einzuberufen. Die Bekanntmachung des Termins der Versammlung erfolgt unter Mitteilung der Tagesordnung in der "Ostfriesen-Zeitung".

Die Bekanntmachung ist mindestens vierzehn Tage vor dem Versammlungstermin zu veröffentlichen.

Die Versammlung wird von dem Vorsitzenden oder einem seiner Stellvertreter geleitet.

Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören

  • die Wahl des Vorstandes
  • die Bestätigung der Beisitzer
  • die Wahl der Rechnungsprüfer
  • die Entgegennahme des Tätigkeitsberichts des Vorstandes
  • die Entlastung des Vorstandes
  • die Festsetzung der Beiträge
  • der Beschluss über die Jahresrechnung und den Haushaltsplan
  • die Ernennung von Ehrenmitgliedern und Ehrenvorsitzenden
  • der Beschluss über Satzungsänderungen
  • der Beschluss über die Auflösung des Vereins
  • Beschlüsse von grundsätzlicher Bedeutung für den Verein.

 

  • 9 Beschlussfassungen in der Mitgliederversamlung

Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens elf Mitglieder anwesend sind.

Mitglieder können einem anderen Mitglied eine schriftliche Vollmacht erteilen, sie in einer Mitgliederversammlung zu vertreten. Ein Mitglied darf höchstens zwei Mitglieder vertreten. Sind weniger als elf Mitglieder erschienen, ist eine neue Versammlung einzuberufen, die ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist. Darauf ist in der Einladung hin zuweisen.

Es entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Zu Satzungsänderungen ist eine 2/3-Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich.

Der Sitzungsverlauf und die Beschlüsse sind zu protokollieren und vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen.

 

  • 10 Vorstand

Der Vorstand besteht aus:

 

  1. dem geschäftsführenden Vorstand, und zwar

 

  • dem Vorsitzenden
  • zwei stellvertretenden Vorsitzenden
  • dem Schatzmeister
  • dem Schriftführer.
  1. den Beisitzern, deren Zahl nicht beschränkt ist.

 

Vorstand im Sinne des § 26 BGB ist der geschäftsführende Vorstand. Jeweils zwei seiner Mitglieder vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

Der geschäftsführende Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von fünf Jahren durch offene Wahl gewählt, wenn nicht ein anwesendes Mitglied eine geheime Abstimmung beantragt.

Beim Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds innerhalb seiner Amtszeit kann der Vorstand für die restliche Amtszeit eine Ersatzperson benennen.

Die Beisitzer werden vom Vorstand für die gleiche Amtsdauer wie die des geschäftsführenden Vorstand ernannt. Ihre Ernennung muss von der Mitgliederversammlung bestätigt werden.

 

  • 11 Einberufung und Aufgaben des Vorstands

Die Einberufung des Vorstands geschieht durch den Vorsitzenden nach eigenem Ermessen oder auf Verlangen eines Vorstandsmitglieds, mindestens aber einmal alle drei Monate. Zur Gültigkeit der Vorstandsbeschlüsse ist die Anwesenheit von mindestens drei Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstands erforderlich.

Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit der Anwesenden gefaßt, so weit diese Satzung keine anderen Mehrheiten vorschreibt. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

Der Sitzungsverlauf und die gefassten Beschlüsse sind zu protokollieren und vom Vorsitzenden und dem Protokollführer zu unterzeichnen.

Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins. Er ist berechtigt, die für die Verwirklichung des Vereins zwecks erforderlichen Ausgaben im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel zu bewilligen.

Andere Ausgaben richten sich nach den Mitteln, die in dem von der Mitgliederversammlung beschlossenen Haushaltsplan vorgesehen sind. Abweichungen vom Haushaltsplan können durch die Mitgliederversammlung genehmigt werden.

 

  • 12 Aufgaben des Schatzmeisters

Der Schatzmeister führt das Mitgliederverzeichnis und verwaltet das Vereinsvermögen. Das Mitgliederverzeichnis kann auch von einer vom Vorstand dafür besonders benannten Person geführt werden.

Soweit sich Zahlungen im Rahmen des Haushaltsplans und der Beschlüsse des Vorstands bewegen, kann der Schatzmeister diese selbständig vornehmen. Der Haushaltsplan darf hierbei um bis zu 20 % je Einzelposition überschritten werden.

Die Mitgliederbeiträge sowie die sonstigen Gelder des Vereins sind auf einer Bank oder Sparkasse zu verbuchen. Die vom Schatzmeister aufzustellende Jahresrechnung muss durch zwei von der Mitgliederversammlung gewählte Rechnungsprüfer geprüft und der Mitgliederversammlung zur Beschlußfassung vorgelegt werden. Ein Rechnungsprüfer darf seine Tätigkeit nicht länger als zwei Jahre hintereinander ausüben.

 

  • 13 Aufgaben der Beisitzer

Die Beisitzer werden vom Vorstand benannt, um diesen bei Themen von grundsätzlicher Tragweite für den Verein oder wenn es der Vorstand aus anderen Gründen für erforderlich hält, zu unterstützen.

Die Beisitzer nehmen an den Sitzungen des Vorstands beratend teil, sie haben kein Stimmrecht.

 

  • 14 Aufwandsvergütungen

Die Mitglieder sind ehrenamtlich und unentgeltlich tätig.

Der Vorstand kann in begründeten Einzelfällen Mitgliedern auf Antrag einen Aufwendungsersatz gem. § 670 BGB für solche Aufwendungen gewähren, die ihnen durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit für den Verein entstanden sind. Hierzu gehören Fahrt-, Reise- und Telefonkosten sowie Druck- und Kopierkosten. Die Mitglieder haben das Gebot der Sparsamkeit zu beachten. Im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten kann der Vorstand auch Aufwandspauschalen festsetzen.

 

  • 15 Geschäftsführer

Der Vorstand ist berechtigt, einen Geshäftsführer zu bestellen, und zwar sowohl auf ehrenamtlicher als auch auf hauptamtlicher Basis. Der Geshäftsführer nimmt an den Vorstandssitzungen mit beratender Stimme teil.

 

  • 16 Arbeitskreise

Mit Zustimmung des Vorstands können Arbeitskreise gebildet werden.

Von der Zugehörigkeit zu einem Arbeitskreis bleiben die Rechte und Pflichten des Mitglieds gegenüber dem Verein unberührt.

 

Die Arbeitskreise regeln ihre Angelegenheiten selbständig. Dabei haben sie die Belange der Warkgupp Oostfreesland e.V. zu berücksichtigen. Die Außendarstellung (Öffentlichkeitsarbeit) und beabsichtigte Ansprachen von Sponsoren und anderen Förder ern sind vorab mit dem Vorstand abzustimmen. Die Arbeitskreise können sich zur Erledigung ihrer Aufgaben eine Geschäftsordnung geben. Auf Antrag kann der Vorstand einem Arbeitskreis die Möglichkeit einräumen, einen ihm vom Vorstand zugewiesenen Etat

ei gen stän dig zu verwalten.

Die Arbeitskreise haben dem Vorstand auf dessen Ersuchen über ihre Arbeit und insbesondere ihre finanzielle Situation Auskunft zu erteilen.

 

  • 17 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur von einer dafür einberufenen Mitgliederversammlung mit einer 2/3-Mehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seiner steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Ostfriesische Landschaft, die es unmittelbar und ausschließlich für die in § 2 dieser Satzung aufgeführten Zwecke zu verwenden hat.